
Liebe Freunde Osteuropas! Wieder ist ein Monat rum. Zeit, euch auf dem Laufenden zu halten, was so im Juni 2026 alles an neuer Literatur zu #Osteuropa erschienen ist. Wie gewohnt geht es zuerst los mit den Sachbüchern.

Auch Deutsche sind in der Ukraine vor Ort, um zu helfen. Einer davon ist der evangelische Pastor Manuel Weber. Sein Buch „Der kugelsichere Prediger“ ist eine autobiografische Schilderung, in der von seinen regelmäßigen Hilfseinsätzen in Frontnähe seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine erzählt. Das Buch verbindet persönliche Erinnerungen mit Reiseberichten, Blogeinträgen, Chatverläufen und Erfahrungsberichten. Im Mittelpunkt stehen Webers Einsätze an der Front, seine Begegnungen mit Soldaten, Verwundeten und Zivilisten sowie die Lieferung von Hilfsgütern und umgebauten Krankenwagen. Darüber hinaus beschreibt er seinen eigenen Lebensweg, persönliche Krisen und die Bedeutung seines christlichen Glaubens für sein Engagement in der Ukraine.

Und noch ein Deutscher hat sich mit dem russischen Krieg auseinandergesetzt. Wenn auch nur indirekt. In „Deutschland ist es wert“ schildert David Matei seinen persönlichen Weg vom Gegner der Wehrpflicht zum Reserveoffizier der Bundeswehr und setzt sich mit Fragen von Verantwortung, Sicherheitspolitik und gesellschaftlichem Zusammenhalt auseinander. Ausgehend von seinen eigenen Erfahrungen berichtet er über seinen Dienst bei der Bundeswehr, eine Reise in die Ukraine sowie Begegnungen mit Menschen, die vom russischen Angriffskrieg betroffen sind. Zugleich entwickelt er das Konzept eines „Wertdienstes“, das auf freiwilligem gesellschaftlichem Engagement und einer stärkeren Identifikation mit dem eigenen Land basiert. Das Buch verbindet autobiografische Erzählungen mit Überlegungen zur Wehrpflicht, zur Verteidigungsbereitschaft und zum Verhältnis der Bürgerinnen und Bürger zu Deutschland.

Es gibt gefühlt schon einen Haufen Büchern von Historikern, die über den russischen Krieg geschrieben haben. Ein mit 240 Seiten recht übersichtliches Buch hat nun der deutsche Historiker Mark Adele herausgebracht. In „Russia’s War Against Ukraine: The Whole Story“ untersucht er die Ursachen, Hintergründe und den Verlauf des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Im Mittelpunkt stehen die unterschiedlichen Entwicklungen Russlands und der Ukraine seit dem Zerfall der Sowjetunion im Jahr 1991 sowie die politischen, historischen und ideologischen Faktoren, die zum Krieg geführt haben. Edele erläutert die konkurrierenden Geschichtsbilder beider Staaten und beschreibt, wie sich die Ukraine zu einer demokratischen Gesellschaft entwickelte, während Russland unter Wladimir Putin zunehmend autoritärer wurde. Das Buch ordnet den Krieg in einen breiteren historischen und geopolitischen Kontext ein und analysiert die Motive der russischen Führung.

„A Hostile Environment?: Britain, Refugees & Migrants from the Kindertransport to the Ukraine War“ von Simon Bell untersucht die Geschichte von Migration, Flucht und Asyl in Großbritannien vom Zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart. Im Mittelpunkt stehen unterschiedliche Gruppen von Migrantinnen und Migranten, darunter jüdische Kinder des Kindertransports, Arbeitsmigrantinnen und -migranten aus Commonwealth-Staaten sowie Geflüchtete aus aktuellen Konflikten wie dem Krieg in der Ukraine. Das Buch analysiert dabei sowohl staatliche Politik als auch gesellschaftliche Einstellungen gegenüber Migration und Asyl und stützt sich auf historische Forschung sowie persönliche Erfahrungsberichte. Ziel ist eine historische Einordnung britischer Migrations- und Flüchtlingspolitik und ihrer Entwicklung bis heute.

„Ilya Kabakov. Brief in die Zukunft: Ein Gespräch mit Claudia Jolles“ ist ein Gesprächsband zwischen dem russisch-sowjetischen Künstler Ilya Kabakov und der Kunsthistorikerin Claudia Jolles, das kurz vor Kabakovs Tod im Mai 2023 entstanden ist. Im Zentrum stehen Kabakovs Erinnerungen an sein Leben in der Sowjetunion, insbesondere an die inoffizielle Moskauer Kunstszene, sowie seine späteren Erfahrungen nach der Emigration und dem internationalen Durchbruch als Installationskünstler. Der Band verbindet autobiografische Reflexionen mit Überlegungen zum zeitgenössischen Kunstbetrieb und enthält persönliche Einblicke in Kabakovs künstlerisches Selbstverständnis, das von Humor, Beobachtungsgabe und dem Anspruch geprägt ist, Kunst für ein breites Publikum zugänglich zu machen.

„Nicht alles Gold glänzt: Fotios Iljitsch Schwezow – ein russisches Leben“ von Heide Damaschun ist eine biografisch-historische Darstellung über den russischen Geologen und Bergbauingenieur Fotios Iljitsch Schwezow. Ausgangspunkt ist eine Russlandreise Alexander von Humboldts im Jahr 1829, in deren Kontext Schwezow als junger Teilnehmer der Expedition eingeführt wird. Das Buch rekonstruiert sein Leben vor dem Hintergrund der russischen Industrie- und Sozialgeschichte des 19. Jahrhunderts, insbesondere der Entwicklung des Bergbaus im Ural. Ergänzt wird der Text durch historische Fotografien und Archivmaterial, die die beschriebenen Orte und Arbeitsumfelder dokumentieren. Es handelt sich um eine nicht-fiktionale, biografisch-historische Sachdarstellung.

„Panik im Schtetl: Weitere Geschichten aus Kasrilewke“ von Scholem Alejchem (1859-1916) ist eine Sammlung von Erzählungen aus dem Kasrilewke-Zyklus, die das Leben in einem fiktiven ostjüdischen Schtetl beschreibt. Im Mittelpunkt stehen alltägliche Situationen der jüdischen Dorfgemeinschaft, die häufig durch Neuigkeiten aus der Außenwelt beeinflusst werden und zu unterschiedlichen Reaktionen innerhalb des Dorfes führen. Die Geschichten konzentrieren sich auf Figuren aus einfachen sozialen Verhältnissen und schildern deren Lebenswelt im Kontext der jüdischen Kultur Osteuropas. Die neue Übersetzung stammt von Gernot Jonas.

„Rule of Lies“ ist die autobiografische Darstellung des US-amerikanischen Anwalts Jamison R. Firestone. Das Buch schildert seine Erfahrungen in Russland nach dem Zerfall der Sowjetunion, insbesondere seine Tätigkeit als Mitgründer einer der ersten unabhängigen ausländischen Anwaltskanzleien im postsowjetischen Raum. Im Zentrum stehen seine Erlebnisse in den 1990er- und 2000er-Jahren während der politischen und wirtschaftlichen Transformation Russlands, darunter Fälle von Korruption, organisierter Kriminalität und staatlicher Gewalt. Firestone beschreibt zudem seine Verbindung zu zentralen Figuren der russischen Oppositions- und Antikorruptionsbewegung sowie die Umstände rund um den Fall Sergei Magnitsky. Das Werk ist eine persönliche Zeitzeugen- und Erlebnisreportage über die Entwicklung Russlands unter Boris Jelzin und Wladimir Putin.

In „Träume und Alpträume“ zeichnet der Historiker Dietmar Neutatz die Geschichte Russlands vom späten Zarenreich bis in die Zeit nach dem Ende der Sowjetunion nach. Im Mittelpunkt stehen die tiefgreifenden Umbrüche der Modernisierung, der kommunistischen Herrschaft und der postsowjetischen Transformation sowie die Kluft zwischen den politischen Visionen der Reformkräfte und deren tatsächlichen Folgen. Dabei verbindet Neutatz die politische Entwicklung mit den Lebenswelten der Bevölkerung und beleuchtet die unterschiedlichen Antworten Russlands auf die Herausforderungen der industriellen Moderne.

In „Stealing Hitler’s Rocket“ schildert Guy Walters die Geschichte einer geheimen Operation im Zweiten Weltkrieg, bei der polnische Widerstandskämpfer und britische Geheimdienste gemeinsam eine deutsche V2-Rakete sicherstellen und nach Großbritannien schmuggeln wollten. Das Buch zeichnet die Entwicklung der V2-Waffe sowie ihre militärische Bedeutung nach und beschreibt die Zusammenarbeit zwischen dem polnischen Untergrund und den Alliierten. Dabei beleuchtet Walters eine wenig bekannte Geheimdienstoperation, die wichtige Erkenntnisse über die deutsche Raketentechnologie ermöglichte.

„Letztes Wort Freiheit“ versammelt eine Auswahl der Essays des Publizisten Richard Herzinger. Der Band zeichnet die Entwicklung seines politischen Denkens nach – von frühen Auseinandersetzungen mit deutschen Intellektuellen und totalitären Ideologien bis zu seinen Positionen zur Ukraine, zu Israel und zum Antisemitismus. Ergänzt wird die Sammlung durch ein Vorwort des Historikers Jeffrey Herf sowie eine Bibliographie, die einen Überblick über Herzingers publizistisches Werk bietet.

In „Der Kampf um den Nordpol: Die Arktis, der Klimawandel und die Rivalität der Großmächte“ (aktualisierte und erweiterte Neuausgabe) untersucht Michael Paul die politischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Folgen des Klimawandels für die Arktis. Er beschreibt, wie das schwindende Meereis neue Schifffahrtsrouten und den Zugang zu Rohstoffen eröffnet und dadurch die strategische Bedeutung der Region wächst. Zudem beleuchtet das Buch die Interessen und Rivalitäten der USA, Russlands und Chinas sowie die Rolle weiterer Akteure wie Deutschland und Japan und diskutiert Möglichkeiten für Dialog und internationale Zusammenarbeit.

In „Russia and its Neighbours: Could History Have Predicted Russia’s War on Ukraine?“ untersucht Jonathan S. Swift die historischen Kontinuitäten russischer und sowjetischer Politik gegenüber der Ukraine und den Nachbarstaaten. Das Buch argumentiert, dass die russische Invasion der Ukraine 2022 vor dem Hintergrund früherer militärischer Eingriffe und imperialer Zielsetzungen Russlands nicht als isoliertes Ereignis zu verstehen sei. Dabei werden sowohl sowjetische Gewaltpraktiken als auch die postsowjetische Entwicklung unter Putin in einen langfristigen historischen Zusammenhang gestellt und um Fragen zu NATO, nuklearer Abschreckung und moderner Kriegsführung ergänzt.

In „Hinterlands“ untersucht die Journalistin Hannah Lucinda Smith die ungelösten Konflikte an den Rändern Europas. Anhand von Reisen durch Regionen in Osteuropa, dem östlichen Mittelmeerraum und dem Kaukasus – darunter der Balkan, Zypern und Abchasien – schildert sie, wie lokale Auseinandersetzungen internationale Auswirkungen entfalten. Auf Grundlage eigener Recherchen und Gespräche mit Politikern, Geheimdienstmitarbeitern und Bewohnern beleuchtet sie die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in diesen Grenzregionen und deren Bedeutung für die Zukunft Europas.

In „Dress Rehearsal: How Transnistria Became Russia’s Roadmap for Hybrid Wars in Ukraine and Beyond“ untersucht Larisa Kalik die Rolle Transnistriens als dauerhaft „eingefrorener Konflikt“ im postsowjetischen Raum und als mögliches Modell russischer Einfluss- und Kriegführung. Das Buch verbindet autobiografische Perspektiven, Interviews und investigative Recherchen und beschreibt die Entstehung des international nicht anerkannten Gebiets zwischen Moldau und der Ukraine sowie seine politische und militärische Entwicklung unter russischer Unterstützung. Im Mittelpunkt steht die These, dass Transnistrien als eine Art Blaupause für hybride Kriegsführung dient, deren Muster sich später auch im Krieg gegen die Ukraine wiederfinden lassen. Dabei werden sowohl die Lebensrealität in dem Gebiet als auch die geopolitischen Implikationen für die Region und darüber hinaus beleuchtet.

In „The Return of the Great Powers“ zeichnet der Historiker Brendan Simms die Entwicklung der Großmächte von der frühen Neuzeit bis in die Gegenwart nach. Er beschreibt, wie geopolitische Rivalitäten nach dem Ende des Kalten Krieges vorübergehend von der Globalisierung in den Hintergrund gedrängt wurden, inzwischen jedoch wieder das internationale System prägen. Dabei ordnet Simms aktuelle Entwicklungen – darunter den russischen Krieg gegen die Ukraine und die Rolle der USA – in einen historischen Zusammenhang ein und untersucht die Bedeutung der Großmächte für die künftige Weltordnung.

In „Fortius Quo Fidelius?: Hierarchy and Bargaining in Russia’s Relations with Transnistria and Abkhazia since 1991“ untersucht Maximilian Ohle die Beziehungen zwischen Russland und den De-facto-Regimen Transnistrien und Abchasien seit dem Zerfall der Sowjetunion. Im Zentrum steht die Frage, inwiefern diese international nicht anerkannten Gebiete trotz ihrer Abhängigkeit von Moskau eigene Handlungsspielräume entwickeln und russische Politik in bestimmten Bereichen beeinflussen können. Anhand politischer, wirtschaftlicher und kultureller Konfliktfelder zeigt das Buch, dass die Beziehungen weniger hierarchisch verlaufen als häufig angenommen und von wechselseitigen Aushandlungsprozessen geprägt sind, etwa im Kontext wirtschaftlicher Interessen oder kultureller Autonomie.

Richard Hargreaves schildert in „1942: Hitler’s Gamble for Victory“ die militärischen Entwicklungen des Jahres 1942 an der Ostfront und in Nordafrika. Auf Grundlage von Quellen in deutscher, russischer, italienischer, ungarischer, rumänischer und englischer Sprache zeichnet er die Erfolge der Achsenmächte bei Charkiw, Sewastopol und Tobruk sowie deren anschließendes Scheitern in Ägypten, im Kaukasus und bei Stalingrad nach. Dabei verbindet er die Kriegsschauplätze in der Sowjetunion und Nordafrika miteinander und beleuchtet neben strategischen Entscheidungen auch die Erfahrungen der Soldaten sowie bislang weniger beachtete Aspekte wie die Folgen der Einnahme Tobruks und den Kaukasusfeldzug.

In „The August Coup“ untersucht Robert Service den gescheiterten Putschversuch vom August 1991 und dessen Bedeutung für den Zerfall der Sowjetunion. Ausgehend von den Ereignissen um die zeitweilige Entmachtung Michail Gorbatschows zeichnet er die Entstehung, den Verlauf und das Scheitern des Staatsstreichs nach. Darüber hinaus beleuchtet er die Folgen von Gorbatschows Reformpolitik, darunter wirtschaftliche Probleme, Korruption, organisierte Kriminalität und ethnische Spannungen, sowie den Übergang von der Sowjetunion zur Russischen Föderation unter Boris Jelzin. Abschließend ordnet Service die Entwicklungen in einen größeren historischen Zusammenhang ein und zeigt ihre Auswirkungen auf das heutige Russland unter Wladimir Putin.

Der Sammelband „Who Tells Your Story: On the Construction of Public Memory“, herausgegeben von Sanford Levinson, untersucht, wie öffentliche Erinnerung entsteht und welche Akteure die Gestaltung nationaler Erinnerungskulturen prägen. Die Beiträge befassen sich unter anderem mit Kontroversen um Denkmäler und Gedenkorte, etwa der Entfernung von Denkmälern der Konföderierten in den USA oder von Lenin-Denkmälern in der Ukraine, sowie mit der Rolle von Feiertagen und anderen Formen des öffentlichen Gedenkens. Dabei wird der Frage nachgegangen, wessen Geschichte erinnert wird, wer über Erinnerung entscheidet und wie Denkmäler und Gedenkpraktiken nationale Selbstbilder beeinflussen.

In „Überfall – Wenn der Krieg zu uns kommt“ entwirft Franz-Stefan Gady ein fiktives Szenario, in dem ein Krieg zwischen Russland und der NATO auf Österreich übergreift. Auf Grundlage militärstrategischer Analysen und Kriegssimulationen beschreibt er mögliche Entwicklungen wie Cyberangriffe, Sabotage, Desinformationskampagnen und Angriffe auf kritische Infrastruktur. Zugleich untersucht er die sicherheitspolitischen Herausforderungen Österreichs, hinterfragt die Rolle der Neutralität und analysiert strukturelle Schwächen des Bundesheeres sowie die Verwundbarkeit von Staat und Gesellschaft in einem modernen Kriegsszenario.

Yuri I. Shevchuks „Say it in Ukrainian: A Practical Course in Ukrainian Phonetics“ vermittelt die Aussprache des modernen Ukrainischen auf verständliche und praxisnahe Weise. Das Lehrbuch erläutert das ukrainische Lautsystem, die Aussprache von Vokalen und Konsonanten sowie typische Lautveränderungen und bietet mehr als 400 phonetische Übungen zur Festigung der Standardaussprache. Darüber hinaus werden regionale, soziale sowie alters- und geschlechtsspezifische Unterschiede der gesprochenen Sprache berücksichtigt. Ergänzt wird das Buch durch eine frei zugängliche Begleitwebsite mit Audioaufnahmen, Ausspracheübungen und weiterem Übungsmaterial. Es eignet sich sowohl für das Selbststudium als auch für den Unterricht und richtet sich an Lernende aller Niveaustufen.

Olga Zvonarevas „Divided Publics: Digital Media and Public Participation in Wartime Russia“ untersucht die Rolle digitaler Medien in Russland nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022. Im Mittelpunkt stehen zivilgesellschaftliche Netzwerke auf Telegram, die sich zur Unterstützung ukrainischer Geflüchteter gebildet haben. Die Studie zeigt, dass diese digitalen Initiativen trotz ähnlicher humanitärer Praktiken politisch stark divergieren: Während einige Gruppen gegen die Kriegsführung des russischen Staates agieren, unterstützen andere dessen expansionistische Politik. Zvonareva analysiert so die Spannungen zwischen digitaler Partizipation, politischer Mobilisierung und gesellschaftlicher Spaltung im Kontext des Krieges.

„Dictators, Tractors and Other Adventures“ ist eine Sammlung literarisch-journalistischer Reportagen des bulgarischen Schriftstellers und Journalisten Dimiter Kenarov. Kenarov arbeitet als Autor, Journalist und Übersetzer und schreibt über politische und gesellschaftliche Themen in Osteuropa. Das Buch versammelt Reportagen aus verschiedenen Ländern Osteuropas und des Balkans. Kenarov berichtet unter anderem über die Folgen des Bosnienkriegs, das Leben auf der besetzten Krim, den Krieg in der Ukraine, politische Entwicklungen in Belarus und die Aufarbeitung von Kriegsverbrechen in Serbien. Weitere Themen sind Roma-Gemeinschaften in Bulgarien, die US-Militärpräsenz im Kosovo sowie Umweltkonflikte in Rumänien. Die Texte verbinden persönliche Begegnungen mit politischen und gesellschaftlichen Beobachtungen und zeigen unterschiedliche Lebensrealitäten in Osteuropa und Südosteuropa.

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