
Liebe Freunde Osteuropas! Schon wieder ist ein Monat rum. Und ich kann sagen, im Mai stapeln sich die Neuerscheinungen im Bereich #Osteuropa. Ich habe wie immer für euch den Büchermarkt im Blick und stelle euch heute und morgen 22 Sachbücher und 19 Romane/Gedichtbände vor.

Die Schweizer Journalistin hat schon aus Russland, Belarus, dem Kaukasus und der Ukraine berichtet. Am 24.2.2022 war sie in Kyjiw und berichtete vor Ort. Ihre Erlebnisse und persönlichen Eindrücke sind jetzt im Buch „Live aus der Ukraine erschienen“.

Ebenfalls um die Ukraine seit der Großinvasion geht es in Alex Lissitsas Buch „Meine wilde Nation: Die Ukraine auf dem Weg in die Freiheit“. Der CEO eines der größten Agrarunternehmen, um muss um das Überleben seines Unternehmens kämpfen. Das Buch verspricht skurrile Geschichten und berührende Begegnungen, schonungslos offen, aber nicht anklagend, umgeben von Leid und Hass und doch voller Selbstironie und Humor. Auch blickt Lissitsa auf die Vergangenheit seines Landes zurück. Für mich eine der wichtigsten Neuerscheinungen dieses Monats.

Und noch ein Buch über Russlands Invasionskrieg in die Ukraine: Die schottische Journalistin Jen Stout verließ nach der Großinvasion Russland und reiste über den Südosten Rumäniens in die Ukraine. In ihrem Buch „Night Train to Odesa: Covering the Human Cost of Russia’s War” ist sie auf eigene Faust in der Ukraine unterwegs und bietet lebendige Berichte aus erster Hand.

Sehr historisch wird es in Filip Slaveskis Buch „Remaking Ukraine After World War II: The Clash of Local and Central Soviet Power”. Darin beschäftigt sich der australische Wissenschaftler mit der Ukraine nach dem Zweiten Weltkrieg. Unter anderem mit erst kürzlich freigegebenen sowjetischen Quellen zeichnet Slaveski den bisher unbekannten erbitterten Kampf um Land, Nahrungsmittel und Macht zwischen den Kolchosbauern am unteren Ende der sowjetischen Sozialleiter sowie den lokalen und zentralen Behörden nach, heißt es im Klappentext.

Nochmal um die Ukraine, aber diesmal nicht so düster, geht es in „One Ukrainian Summer: A memoir about falling in love and coming of age in the former USSR“ von Viv Groskop. Die britische Journalistin war 1993 als 20-Jährige in dem Land, erlebte die für einige Monate die frühe Phase nach dem Untergang der Sowjetunion. „One Ukrainian Summer“ sei ein ergreifender und oft komischer Bericht über das Erwachsenwerden in der Zeit nach dem Kalten Krieg und vor Putin, ein Liebesbrief an einen einzigartigen Moment der Geschichte, heißt es im Klappentext.

Und natürlich vergeht kein Monat, in dem der ibidem-Verlag neue Bücher herausbringt. Da hätten wir einmal „Tarnished Heroes: The Organization of Ukrainian Nationalists in the Memory Politics of Post-Soviet Ukraine” von Per Anders Rudling. In dem Buch geht es unter anderem um Stepan Bandera, der gefühlte Ur-Nazi der Ukraine, und die nationalistischen Organisationen OUN und UPA. Das Buch kontextualisiert die stark voneinander abweichende Erinnerung an diese Gruppen in der Ukraine und ihren Nachbarländern – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Sackgasse in den polnisch-ukrainischen Beziehungen.

Und dann wäre da noch „Ukraine: Putin’s War for Russia’s Near Abroad“ von John J. Maresca. Der pensionierte US-Botschafter kann aus erster Hand über die Verhandlungen über das Ende des Kalten Krieges mit der UdSSR berichten. Als Sonderbotschafter der USA eröffnete er symbolisch direkte diplomatische Beziehungen der USA zu jedem der neuen unabhängigen Staaten der ehemaligen UdSSR nach deren Auflösung. Er schildert die Situation in der Region während dieser Zeit und wie sie sich zur heutigen Situation entwickelt hat. Maresca analysiert Putins Rolle und Ziele und kommt zu dem Schluss, dass sich die USA und der Westen im Allgemeinen Putins anhaltenden Bemühungen, die Kontrolle Moskaus über die gesamte geografische Ausdehnung der ehemaligen UdSSR, beginnend mit der Ukraine, wiederherzustellen, standhaft widersetzen müssen.

Aufmerksame Beobachter Osteuropas sollte Sergey Radchenko ein Begriff sein. Er sorgte kürzlich als Co-Autor in einem Artikel in „Foreign Affairs“ zu den Friedensverhandlungen im April 2022 in Istanbul für regen Gesprächsstoff. Jetzt hat der Politikwissenschaftler ein opulentes 760-Seiten-Buch mit dem Titel „To Run the World: The Kremlin’s Cold War Bid for Global Power“ herausgebracht. Das erklärte Ziel der sowjetischen Machthaber war immer, die Welt zu beherrschen. Wie die verschiedenen Herrscher von Stalin, über Chruschtschow bis Breschnew das erreichen wollten, beschreibt Radchenko in seinem Buch.

Rassismus gegen Slawen ist nichts, was es nur zur Nazi-Zeit gegeben hat. Auch heute ist es immer noch Thema, wenn auch sehr unterrepräsentiert. Die beiden Wissenschaftler Jannis und Hans-Christian Petersen haben nun ihr Buch „Antiosteuropäischer Rassismus in Deutschland: Geschichte und Gegenwart“ herausgebracht. Es will einen ersten Überblick darüber geben, in welcher Form Menschen aus dem östlichen Europa in Deutschland Rassismus erlitten haben und bis heute erleiden.

Ziemlich genau vor zwei Jahren – am 4. Mai 2022 – ist Stanislau Schuschkewitsch gestorben, der erste Präsident des unabhängigen Belarus. Jetzt sind seine Memoiren auf Englisch erschienen. In „A Life For belarus: The Fall and Postmortal Rise of the USSR“ gibt Schuschkewitsch auch Einblicke in das heutige Belarus.

Im Jahr 1943 war der Aufstand im Warschauer Ghetto. Nicht zu verwechseln mit dem Warschauer Aufstand ein Jahr später. Zu Ersterem ist nun „Erinnerungen an das Warschauer Ghetto – Das Ghetto kämpft“ von Marek Edelmann, der selbst Untergrundaktivist im Warschauer Ghetto gewesen ist, nochmal neu aufgelegt worden. In dem Werk befinden sich der lange vergriffene Bericht „Das Ghetto kämpft“ und seine neu übersetzten Erinnerungen. Edelmann erzählt „mit großer Klarheit und unerschütterlichem Humor […] von Elend und Unterdrückung, aber auch vom Kampfgeist und der Findigkeit all jener, die sich gegen die NS-Gewalt zur Wehr setzten“. Der Autor ist 2009 mit 90 Jahren gestorben.

In diesem Jahr jährt sich der Warschauer Aufstand das 80. Mal. Klar, dass dann auch ein neues Buch dazu erscheint. Stephan Lehnstaedt, Professor für Holocaust-Studien und Jüdische Studien, hat sich mit dem Aufstand beschäftigt. In „Der Warschauer Aufstand 1944“ will der Autor zeigen, „wie die deutschen Verbrechen und das Abwarten der Roten Armee nach über zwei Monaten zum Scheitern dieser außergewöhnlichen Widerstandsaktion führten“.

Nochmal in die Nazi-Zeit geht es in „Anthropoid: Das Attentat auf Reinhard Heydrich“ der beiden Autoren Ležák Zdeněk und Kocián Michal. Heydrich war Reichssicherheitshauptmann und Hauptorganisator der Shoah. Im Herbst 1941 wurde er stellvertretender Reichsprotektor in Böhmen und Mähren und verfolgte äußerst brutal den tschechoslowakischen Widerstand, was ihm den Beinamen „Henker von Prag“ einbrachte. Später fiel er einem Attentat zum Opfer. Dieses Buch will den vielen zivilen Opfern der Vergeltungsmaßnahmen der Nazis und dem tschechoslowakischen Widerstand ein Denkmal setzen.

Dass Russland nicht nur mit seinen eigenen Bürgern nicht gerade zimperlich umgeht; das musste die US-amerikanische Basketballspielerin Brittney Griner am eigenen Leib erfahren. Bei einer Sicherheitskontrolle in Moskau fand man bei ihr medizinisch verschriebenes Haschischöl. Sie wurde verhaftet, kurz vor dem 24.2.2022. Zehn Monate soll es dauern, bis sie wieder frei ist. In ihrem Buch „Coming Home“ erzählt sie von dieser Zeit.

„Leadership Is Worthless…But Leading Is Priceless: What I Learned from 9/11, the NFL, and Ukraine”: Viel Osteuropa steckt in dem Titel nicht. Aber was hat 9/11 mit der Ukraine zu tun? Der Mediziner Thom Mayer hat Einsatzteams bei medizinischen Notfällen sowohl am 11. September, bei NFL-Spielen als auch in Russlands Krieg gegen die Ukraine geleitet. Der Autor meint: Wahre Führung ergibt sich aus unseren Handlungen und nicht aus unseren Positionen. Zugegeben, hier geht es nur noch ganz am Rand um Osteuropa. Aber vielleicht findet das Buch ja jemand interessant.

Bei Russlands Krieg gegen die Ukraine bleibt es nicht aus, dass sich Autoren stärker mit dem Thema Krieg im Allgemeinen beschäftigen. In seinem 720-Seiten-Buch „Über Kriege“ (für stolze 45 Euro) geht der emeritierte Professor Michael Mann den Fragen auf den Grund, warum Kriege geführt werden und was etwa ausschlaggebend für die Entscheidung zum Krieg ist. Dabei schlägt er einen großen Bogen von der Antike bis in die Gegenwart.

Und noch ein Professor hat sich mit Krieg beschäftigt. Aber wesentlich günstiger und schmaler. Für 16 Euro gibt es das 126 Seiten dünne Buch „Abseits des Krieges – Ein philosophischer Essay“ von Gunnar Hindrichs. Wer sich dem Thema Krieg mal von der philosophischen Seite nähern will, wäre das Buch vielleicht was.

Klar, wir wissen alle, dass die Elbe größtenteils durch Deutschland fließt. Aber der Fluss beginnt in Tschechien. Deshalb habe ich mal „Die Elbe. Der andere deutsche Strom“ von Burkhard Müller mit in das Monats-Update aufgenommen. Ein bisschen was über Ost(mittel)europa erfährt man da sicher auch.

Für die Koch-Fans unter euch. Es ist ein neues „Ukrainisches Kochbuch“ erschienen. Mit traditionellen Rezepten wie Borschtsch, Soljanka, Schtschi oder Wareniki mit Fleischfüllung.

Und wer seine kreative Ader mal ausleben will, für den ist vielleicht „PYSANKY: Ukrainian Egg Painting Colouring Book“ von Sharon Messina etwas, das die Frau im Eigenverlag rausgebracht hat. Die Autorin ist Australierin mit ukrainischen Wurzeln und will ihren Lesern die Kunst der Pysanky, des kunstvollen Eierbemalens, beibringen. Bis zum nächsten Osterfest hat man dann ja noch genug Zeit zum Üben.

Liebe Freunde Osteuropas! Jetzt wären dann noch die Romane und Gedichtbände dran, die im Mai 2024 zu Thema #Osteuropa erschienen sind.

Polen am Ende des 2. Weltkrieges. Das ist das Setting für Elvira Krupps Roman „Der verlassene Himmel“. Eine Familie zieht von Warschau gen Westen, in ein Niemandsland, das früher von Deutschen bewohnt war. Der Klappentext verspricht eine „Reise voller Gefahren, Verrat, aber auch großer Gefühle und Lebensentscheidungen. Eine fesselnde Geschichte nach wahren Begebenheiten, die überrascht und unter die Haut geht.“

Babyn Jar steht für die Vernichtungspolitik der Nazis gegen Juden. 33.000 Menschen töteten die Nazis im September 1944 dort innerhalb weniger Tage. Die ukrainische Lyrikerin Marianna Kijanowska hat 67 Gedichte zu diesem Thema veröffentlicht, fiktive Selbstaussagen von Kiewer Bürgern.

Um Flucht an der deutsch-polnischen Grenze geht es in Yanara Friedlands Buch „Grundrauschen“. Sie ist nach langer Zeit wieder in Berlin für einen Forschungsaufenthalt und pendelt zwischen der Hauptstadt und Frankfurt (Oder). Sie beschäftigt sich mit den Assoziationen und Absurditäten der Begriffe Grenzgänger und Grenzen.

Das Buch „Aus dem Nichts kommt die Flut“ von Uri Jitzchak Katz führt zum Teil auch nach Ostmitteleuropa. Es geht um die Suche nach einer Novelle, die im Prag der 1920er Jahre beginnt und dann weiter durch das 20. Jahrhundert auf die umkämpften Hügel von Hebron und in die Obstgärten um Jaffa führt.

Die in der Slowakei geborene Autorin Katarina Madovčik und ihr Mann Ruben Mullis (hat Slawistik und Osteuropäische wie Militärgeschichte studiert) haben ihren Krimi „Der Tod ist der Hirte: Der zweite Fall für Nikita Andrejewitsch Morosow“ herausgebracht. Der Moskauer Chefinspekteur Morosow muss in die Provinz. Seine Schulfreundin Tatjana ist tot. Um den Tod aufzuklären, führt ihn seine Reise nach Prag.

Wer kennt noch den Schriftsteller Manual Chaves Nogales (1897-1944). Ehrlich gesagt, ich nicht. Er selbst war Spanier und in diesem Werk ist sein Roman „Die verliebte Bolschewikin“ enthalten. Wie sehr das mit Osteuropa zu tun hat, kann ich nicht sagen. Klingt aber ein bisschen danach.

Einen Comic für stolze 42 Euro bietet der Autor Yaroslav Schwarzstein an. In „Potemkin Riot“ geht es um einen Klassiker der Filmgeschichte, Sergei Eisensteins „Panzerkreuzer Potemkin“. Der Stummfilm von 1925 behandelt das Revolutionsjahr 1905, vor allem die Meuterei der Besatzung des russischen Kriegsschiffs Knjas Potjomkin Tawritscheski. Der Comic soll diese Revolte neu zugänglich machen.

Für alle, die ihren diesjährigen Urlaub an der Adria planen und noch nach der passenden Strandlektüre sind. In diesem Monat ist „Gefährliche Ferien: Adria“ erschienen. Darin enthalten spannende Erzählungen unter anderem von Vea Kaiser, Donna Leon, Nataša Dragnic und Aleš Šteger.

Aleš Šteger ist ein gutes Stichwort. Denn ein ganzer Schuber mit drei Bänden des slowenischen Schriftstellers sind nun erschienen. Seine Logbücher bieten so heißt es „auf eindrucksvolle Weise gesellschaftliche, politische, historische Zustände und Entwicklungen“, die der Autor beleuchtet.

In Moskau geboren emigrierte Irina Mashinski 1991 in die USA. In deutscher Übersetzung ist jetzt „Die nackte Welt“ von ihr erschienen. Es geht darin um ihre Zeit in der UdSSR, es ist in Versen erzählt, „mit Berichten über Stalins Großen Terror der 1930er, weitschweifenden Betrachtungen und aufblitzenden Kindheitserinnerungen aus dem Tauwetter der 1960er und aus den 1970ern durchsetzt“.

Und noch ein Comic ist erschienen. In „Das Unglück am Djatlow-Pass“ vom Autor Cédric Mayen und dem Zeichner Jandro Gonzalez geht es um ein wahres Ereignis von Januar 1959. Damals sind einige Bergsteiger im Uralgebirge umgekommen. Die genauen Umstände – politisches Attentat, Drogen, Lawine? – sind bis heute unklar.

Und ein weiteres bildlastiges Buch ist diesem Monat erschienen. In „Der Bund: Eine illustrierte Geschichte jüdischen Arbeitswiderstands“ von dem Autor Sharon Rudahl und dem Illustrator Michael Kluckner geht es um jüdische Arbeiter, die sich Ende des 19. Jahrhunderts gegen das zaristische Russland mit den dazugehörigen Ländern Polen, Litauen, Belarus und der Ukraine wendeten. Aber auch unter den Juden gab es aus sprachlichen und politischen Gründen Streit.

Die ukrainische Dichterin Oksana Maksymchuk hat all die Schrecken des russischen Invasionskrieges in einem Gedichtband festgehalten. Das Buch beginnt bereits in den Jahren 2021/22 in ihrer Heimatstadt Lviv. „In den Monaten vor der groß angelegten Invasion habe ich schriftlich festgehalten, wie sich die Lebens-, Denk- und Gefühlsgewohnheiten durch die Vorwegnahme einer Katastrophe verändert haben und die alltäglichen Rituale mit dem Gefühl der Endgültigkeit und Prekarität durchdrungen haben“, schreibt sie über ihr Werk „Still City: A Diary of an Invasion“, das nun ganz frisch in englischer Sprache erschienen ist.

Der im Jahr 2008 erstmals auf Deutsch erschienene Roman „Die Hochzeitsgabe“ der australischen Autorin Geraldine Brooks ist in einer Neuauflage erschienen. Das Buch führt zum Teil in die vom Bürgerkrieg zerrissene Stadt Sarajevo. Dort soll die junge Buchrestauratorin Hanna eine jüdische Handschrift aus dem 15. Jahrhundert untersuchen. Die Spurensuche über die Geschichte des Dokuments führt sie durch ganz Europa und sie wird – wie kann es anders sein – auch mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert.

Ich muss zugeben, als ich vor vielleicht zehn Jahren das erste Mal Gedichte von Daniil Charms gelesen habe, konnte ich nicht viel damit anfangen. Vielleicht gebe ich ihm jetzt nochmal eine Chance. Denn jetzt ist sein Theaterstück „Zirkus Šardam“ neu aufgelegt worden (erstmals 2002 auf Deutsch erschienen). Es geht um eine Zirkusaufführung, die wegen eines Gastes aus dem Ruder läuft, ein „Prototyp des Nonsens“.

Das sind Bücher, die ich in der Regel nicht lese, aber der Vollständigkeit halber. Hilke Sellnick hat den zweiten Teil ihrer Danzig-Saga herausgebracht. Hauptfigur ist Johanna, die glücklich ist, da es mit dem Aufbau des neuen Werfts vorangeht, der Ehemann und der Sohn aus erster Ehe arbeiten voller Tatendrang. Doch ihr Bruder intrigiert gegen sie. Und bei der ersten Schiffstaufe kommt es zum Eklat.

Und ein Buch kommt nach gut anderthalb Jahren als günstigere Taschenbuchausgabe heraus. Der deutsche Schriftsteller Michael Kumpfmüller erzählt in „Mischa und der Meister“ von den beiden Slawistik-Studentinnen Misch und Anastasia, die in die russische Literatur vernarrt sind. Da kommt Jesus – genannt Jeschua – in Berlin für ein paar Tage wieder auf die Erde. Die beiden jungen Frauen laden ihn ein. Schnell steckt Jeschua alle in der Stadt mit Liebe an. Das ruft aber auch eine Bande von Teufeln auf den Plan. Laut Klappentext ein „wunderbar leichtfüßiger, herrlich grotesker und komischer Roman“.

Es ist gar nicht so leicht über Judith Krummeck etwas herauszufinden. Sie wohnt in Baltimore und ist wohl selbst Immigrantin. Jetzt ist ihr Roman „The deceived ones“ erschienen. Er handelt von Vira, die nach der russischen Totalinvasion in die Staaten flieht, dort körperlich angegriffen wird und sie sich erstmal als ihr Zwillingsbruder Sevastyan ausgibt. Orson leidet unter einer Schreibblockade, muss aber eine Oper abliefern. Seine Muse Isabella hat sich von allen Auftritten zurückgezogen. Bei einer zufälligen Begegnung mit Vira entdeckt Orson ihr außergewöhnliches musikalisches Talent. Vira, die sich ja als ihr Bruder Sevastyan ausgibt, soll Isabella überreden, wieder zu singen. Genug Stoff für ergreifende und urkomische Geschichte mit vielen Missverständnissen.
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